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Dubai Drohnen-Taxi

Während in der Bundesrepublik darüber debattiert wird, welche extremen Gefahren bei einem autonomen Fahren drohen, hat sich das Emirat Dubai darüber Gedanken gemacht, die herrschenden Verkehrsprobleme in der Luft zu lösen. Die neuesten Projekte der Regierung bewegen sich in atemberaubende Höhen und es ist geplant, dass ab Juli 2017 ein Drohnen-Taxi in den Testbetrieb gehen soll. Dabei handelt es sich um den Typ 184 AAV (Autonomous Aerial Vehide), einem autonomen Luftfahrzeug der Firma Ehang aus China. Ohne Pilot und alleine in der Drohne, kann sich der Passagier auf Knopfdruck zum gewünschten Ziel bringen. In einem kürzlichen Interview mit der New York Times hat die Verkehrsbehörde Dubai, vertreten durch ihren Chef, den geplanten Test angekündigt. Es wurde erwähnt, dass ein chinesischer Hersteller eine Taxi-Drohne bereits vorgestellt hat und nach Informationen von Insidern, die ersten Testläufe der unbemannten Drohne bereits erfolgreich stattgefunden haben.

Symbolbild Drohnen © Bildagentur PantherMedia conceptw

Symbolbild Drohnen © Bildagentur PantherMedia conceptw

Funktion und Darstellung der Taxi-Drohne

Die hergestellte Taxi Drohne ist überdimensional oval, eiförmig und auf ein Flug-Gestell montiert. Die Passagierkabine hat insgesamt vier Ausleger, an denen jeweils zwei Rotoren das Fliegen ermöglichen. Wenn sich die vier Rotor-Arme im eingeklapptem Zustand befinden, dann dürfte die Drohne auf einem normalen Parkplatz landen können. Dabei haben insgesamt acht Propeller die Aufgabe, die imposante Ein-Mann-Kabine in der Luft zu halten und die Manövrierfähigkeit garantieren. Der Passagier hat seinen Platz im Luftgefährt auf einem sportlichem Sitz und dabei wählt er sein Reiseziel per Fingerdruck auf einem Touchscreen. Der Hersteller spricht davon, dass der Passagier nun die schöne Aussicht genießen könne.

Flugeigenschaften
Die kleine Drohne soll zukünftig mit einer Geschwindigkeit von etwa 100 Stundenkilometern die Reisenden in einer Zeit von bis zu 30 Minuten befördern können. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 160 Kilometer pro Stunde und für das Drohnen-Taxi besteht die Möglichkeit, bis auf eine Höhe von 3.500 Metern aufzusteigen. Der Radius des Drohnen-Taxi liegt schätzungsweise bei 50 Kilometer, Passagier und Gepäck dürfen maximal 100 Kilogramm betragen, denn der Stauraum ist in dem kleinen Luft-Taxi sehr gering.

Flugsicherheit und Kontrolle

Die Entwickler erklären, dass die Drohne im „Idealfall“ den gesamten Flug automatisch abwickeln soll, denn ein selbständiges Eingreifen des Passagiers ist nicht möglich. Nur das Kontrollzentrum, das sich am Boden befindet, kann den Kurs der Taxi-Drohne ändern, oder im Notfall eine Landung erzwingen. Bei entsprechenden Turbulenzen oder Unwettern, müssen die Taxi-Drohnen am Boden bleiben. Der Hersteller hat immer wieder die Sicherheit seiner Drohne betont. Er begründet dieses damit, dass alle Systeme doppelt vorhanden seien, um den Passagier wieder sicher und ohne Probleme auf den Boden bringen. Allerdings müsse man sich von dem Gedanken befreien, dass die Drohnen wie in Science-Fiction-Filmen von Haus zu Haus fliegen können, denn dies wird nicht möglich sein. Das Flugobjekt hat nur die Möglichkeit, ausgewählte Orte anzusteuern, die sich auch für eine Landung ganz besonders eignen.

Video

Zukunftsplanung

Die Pläne des Emirats Dubai sagen aus, dass bis zum Jahre 2030 etwa ein Viertel des Transportsystems autonom betrieben werden soll. Dabei ist die Planung dergestalt fortgeschritten, dass die Taxi-Drohnen die Menschen innerhalb des Stadtgebietes von Dubai ohne Pilot von Wolkenkratzer zu Wolkenkratzer bringen sollen.

Fazit

In seinem Science-Fiction-Klassiker „Das fünfte Element“, ließ der Regisseur Luc Besson im Jahre 1997 den Schauspieler Bruce Willis mit einem gelben Taxi durch New Yorks Hochhausschluchten fliegen. Diese Vision wird nun nach etwa 20 Jahren Wirklichkeit, nur mit dem Unterschied, dass das Fluggerät eine andere Form hat und auf Knopfdruck um die glitzernden Wolkenkratzer von Dubai kreist. Die Bestellung der Taxi Drohne soll per Handy-App erfolgen und danach auf einem von der RTA veröffentlichtem Video ein strombetriebenes Fluggerät am Standort des Kunden erscheinen. Bei dem vorgestellten Drohnen-Taxi wird der Betrachter an das letzte Isetta-Rollermobil von BMW erinnert.

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